Künzelsau. Unter dem eindrucksvollen Titel „Wo Abschied beginnt“ lud der Hospizdienst Kocher/Jagst am Abend des 26. März 2026 zu einer besonderen Veranstaltung ein, die sich einem Thema widmete, das oft im Verborgenen bleibt: der letzten Lebensphase und einem würdevollen Abschied.
Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Nils Neudenberger eröffnete ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm den Abend. Die Haus- und Palliativärztin Dr. Jahn gab einfühlsame Einblicke in die medizinische Begleitung schwerkranker Menschen und betonte die Bedeutung einer ganzheitlichen Versorgung. Ergänzt wurden ihre Ausführungen durch Silke Feinauer, Leiterin eines stationären Hospizes, die aus der Praxis berichtete und die Rolle von Nähe, Zeit und Menschlichkeit in der Sterbebegleitung hervorhob.
Auch Thomas Wigant, Vertreter der BBT-Gruppe, beleuchtete das Thema aus institutioneller Perspektive und zeigte auf, wie verschiedene Einrichtungen zusammenwirken, um Betroffenen und ihren Angehörigen Unterstützung zu bieten.
Im Anschluss an die Vorträge bot eine Podiumsdiskussion Raum für vertiefende Gedanken und den Austausch unterschiedlicher Blickwinkel. Neben den Referenten beteiligten sich weitere Fachleute aus der Hospizarbeit, darunter Birgit Bärle vom Kinder- und Jugendhospiz sowie Carmen Landwehr vom Hospizdienst Kocher-Jagst. Gemeinsam verdeutlichten sie, wie wichtig eine enge Vernetzung und das Engagement vieler Beteiligter sind, um Menschen am Lebensende individuell und würdevoll zu begleiten.
Im Zentrum des Abends stand dabei eine klare Botschaft: Sterben ist ein Teil des Lebens – und sollte als solcher auch in der Gesellschaft wahrgenommen und integriert werden. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie eine würdevolle Begleitung bis zuletzt aussehen kann und machte Mut, sich offen mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Denn letztlich, so das Fazit des Abends, zählt nicht nur, wie lange wir leben, sondern vor allem, wie wir leben.











